Kraftsportverein Pausa e. V.

WKG-Ringer unterliegen im Heimdebüt dem Staffelfavoriten SV Wacker Burghausen

Der Heimkampfauftakt der WKG Pausa/Plauen gegen Tabellenführer SV Wacker Burghausen in der DRB-Bundesliga ging gründlich daneben, am Ende stand ein 0:40 im Ergebnisprotokoll. Grund: mit Daniel Sartakov und Kevin Lucht steckten gleich zwei WKG-Ringer aus Richtung Leipzig kommend bei einer Vollsperrung bei Weißenfels auf der A 9 fest und kamen wenige Minuten zu spät zum Wiegen. Dem Regelwerk entsprechend wertete Kampfrichter Marco Scalisi (Berlin) das Duell wegen Unterbesetzung der WKG Pausa/Plauen mit 0:40. Da beide Kämpfer aber noch innerhalb der Nachwiegezeit von 30 Minuten über die Waage gingen und ein polizeilicher Nachweis der Vollsperrung vorgelegt werden kann, wird der Kampf im Nachgang sicher noch regulär in die Wertung eingehen können.

 

Dennoch sahen die Zuschauer in der Sporthalle Pausa interessante Begegnungen. So lieferten sich Vladimir Codreanu (57 kg/FR) und Vladimir Egorov gleich zu Beginn eine wahre Ringschlacht. Der international für Mazedonien ringende Egorov ging schnell durch Rollen mit Armeinschluss mit 10:0 in Führung, die zweite Runde holte sich WKG-Neuzugang Codreanu, der allerdings nur noch auf 6:12 verkürzen konnte. Noch am Freitag kämpfte Rafal Krajewski (130 kg/GR) bei den polnischen Meisterschaften und erreichte dort einen guten 5. Platz, am Samstagabend trat der junge Pole bereits wieder in den Reihen der WKG Pausa/Plauen auf die Matte. Gegen den Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft 2017 Ramsin Azizsir stand er beim 0:11 allerdings auf verlorenem Posten.


Janik Rausch (61 kg/GR) glänzte mit großem Kampfgeist gegen den international erfahrenen Routinier Virgil Munteanu, der sich erst in der zweiten Runde seiner technischen Qualitäten bewusst wurde und den 15-Punkte-Abstand zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit herstellte. Spannend wurde es auch zwischen Dawid Peplowski (98 kg/FR) und Burghausens Neuzugang Erik Thiele. Der Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft von 2016 ging mit schnellen Angriffen in Führung, doch musste Thiele im Kampfverlauf seiner langen Verletzungspause Tribut zollen, Peplowski nutzte seine konditionellen Vorteile, kam aber nicht über ein 4:14 hinaus.


Dann der erste WKG-Sieg, den Eryk Maj (66 kg/FR) gegen Enes Akbulut in einem spannenden und abwechslungsreichen Duell erzwang. Der polnische Gastringer der WKG ging mit 7:4 in Führung und verteidigte den Vorsprung bis zum Ende der Kampfzeit gegen den vehement anstürmenden Akbulut, der wie Ramsin Azizsir aus Hof stammt. Einen zähen Kampf lieferten sich Maximilian Schwabe (86 kg/GR) und Eugen Ponomartschuk in einem Duell, in dem keine technischen Punkte fielen. Am Ende entschieden zwei Verwarnungspunkte zu Gunsten des körperlich stärkeren und 7 kg schwereren Ponomartschuk über Sieg und Niederlage.

 

Dass es im griechisch-römischen Stil auch anders geht, zeigten Nils Buschner (71 kg/GR) und Andreas Maier, die mit vielen Aktionen das Ergebnis auf 11:11 schraubten. Der noch im Jugendbereich ringende Buschner trat respektlos auf und überraschte den Burghausener immer wieder mit schönen Techniken. Am Ende hatte der Youngster im WKG-Team eine Zweierwertung mehr auf dem Konto und verbuchte damit den Mannschaftspunkt für sein Team. „Beide Kämpfer zeigten Griechisch-Römisch-Ringkampf vom Allerfeinsten", so das WKG-Trainergespann Hoffmann/Schulz einmütig.

 

In einem vorgezogenen Kampf kämpfte Kevin Lucht (80 kg/FR) bereits im zweiten Duell des Kampfabends gegen Benjamin Sezgin. Schon nach 1:23 Minuten war das Duell mit 0:16 zu Gunsten des amtierenden Deutschen Meisters vom SV Wacker Burghausen entschieden, Lucht war gegen diesen stark aufringenden Kontrahenten chancenlos. Mit technischen Niederlagen endeten auch die beiden letzten Begegnungen im Weltergewicht. Daniel Sartakov (75 kg/FR) wehrte sich über weite Strecken des Kampfes ordentlich gegen den russischen Meister 2017 und Weltklasseringer Kakhaber Khubetzhty und punktete dabei sogar selbst. Und auch Ludwig Höfer stellte den DRB-Auswahlringer Michael Widmayer zunächst vor Probleme, ehe der Burghausener den Sack nach 3:22 Minuten endgültig zu machte.

 

Die Wertung des Kampfes endete mit 3:25 für den Staffelfavoriten aus Burghausen, wobei sich selbst Gästetrainer Alexander Schrader, der wie WKG-Trainer aus Pößneck stammt, für das sportlich erkämpfte Ergebnis aussprach und dies auch im Protokoll fest hielt. „Für eine Vollsperrung der Autobahn kann niemand etwas, auch unser Erik Thiele stand im Stau, kam jedoch 2 Minuten vor dem Wiegen in der Sporthalle an“, so Schrader, der sich mit seinem SV Wacker das Halbfinale als Saisonziel gestellt hat.

 

„Die Zuschauer haben heute einen ordentlichen Mannschaftskampf, mit einigen spannenden Begegnungen erlebt, gekämpft haben alle unsere Athleten, dass es ein Klassenunterschied gibt wussten wir ja von vorn herein“, so WKG-Trainer Silvio Hoffmann, der vor allem Nils Buschner für seine großartige Leistung lobte.

 

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