Kraftsportverein Pausa e. V.

Zahlreiche Ausfälle führen zur 8:27 Heimniederlage gegen Hallbergmoos

Pausa - Schwer haben es derzeit die Ringer der WKG Pausa/Plauen in der höchsten Kampfklasse, gegen den Tabellenzweiten SV Siegfried Hallbergmoos gab es die erwartete klare 8:27-Niederlage.


„Als die Mannschaft zusammen gestellt wurde, konnte Keiner wissen, dass unsere besten Eigengewächse mit Maximilian Schwabe und Friedrich Fouda ausfallen und Kevin Lucht angeschlagen von den Junioren-Weltmeisterschaften zurückkommt“, schüttelt der KSV-Vorsitzende Ulrich Leithold den Kopf, kann doch nicht jede Gewchtsklasse doppel- und vor allem nicht gleichwertig besetzt werden. Zudem verletzte sich Neuzugang Gevorg Sahakyan bei seinem letzten Turniersieg kurz vor dem Start der Bundesliga. Fehlende Freigaben im WM-Vorfeld kommen da noch erschwerend hinzu.

 

Nachrücken müssen Ringer aus der 2. Mannschaft, die eigentlich in der Landesliga Sachsen ringen – und dort an der Tabellenspitze stehen, allerdings zwei Klassen tiefer. Ein Dank gilt an dieser Stelle diesen Sportlern, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen und gegen zum Teil übermächtige Gegner ihr Bestes geben. Dieser Klassenunterschied trat auch gegen das Spitzenteam aus Hallbergmoos zu Tage, die klare Niederlage der WKG Pausa/Plauen zeichnete sich schon an der Waage ab, denn die Gäste hatten sich mit voller Kapelle durch den Mega-Stau auf der A 9 gekämpft.
 
Der Mannschaftskampf startete jedoch mit einem absoluten Spitzenkampf zwischen Said Gadzimagomedov (57 kg/FR) und Ivan Zamfirov, der mit einem 17:2-Überlegenheitssieg des aus Dagestan stammenden Russen endete. „Da brauchte man schon ein gutes Auge, um die blitzschnellen Angriffe zu erkennen“, so selbst Gästetrainer Stange anerkennend, hatte doch Zamfirov am vergangenen Mittwoch selbst gegen seinen Landsmann Vladimir Codreanu (Greiz) Siegpunkte einfahren können.


Rafal Krajewski rückte im schwersten Limit bis 130 kg/GR) ins WKG-Team, unterlag jedoch gegen den erfahrenen Litauer Vilius Laurinaitis mit 1:4 Punkten. An Kampfgeist mangelt es vor allem Janik Rausch (61 kg/GR) nicht, der immer offensiv in seine Kämpfe geht. So auch gegen Justas Petravicius, der den WKG-Ringer gleich zum Beginn an der Hüfte erwischte und fast schulterte. Nach 3:41 Minuten war dann allerdings Schluss, beim Stand von 16:2 für Petravicius erhielt Rausch die dritte Verwarnung, die eine Disqualifikation nach sich zog.


Christian Bächer (98 kg/FR) stellte sich in den Dienst des Bundesligateams und hielt gegen Florian Lederer in Runde eins überraschend gut mit. Doch in der zweiten Runde punktete der Nürnberger Bächer zum 15:0 vorzeitig aus.
Kurz vor der Pause dann noch einmal Jubel unter den 180 Zuschauern in der Schulturnhalle Pausa, denn Krzysztof Bienkowski (66 kg/FR) sammelte gegen Thomas  Kopp mit Beiangriffen Punkt für Punkt zum 15:0 nach fünf Kampfminuten. Beim 8:10-Pausenstand sah es noch gut aus für die WKG.

Zum Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends hielt sich Kevin Drehmann, der mit Übergewicht im Limit bis 86 kg/GR kämpfte, gegen den Olympiadritten von 2012 Aleksandr Kazakiewicz sehr gut und ließ vor allem im Bodenkampf keine Wertung seines Gegners zu. Dennoch spielte der 32-jährige Litauer seine Erfahrung gegen Drehmann aus und gewann vorzeitig mit 16:0 Punkten. Auf verlorenem Posten stand Tobias Knittel (71 kg/GR) gegen Vladislavs Jakubovicz, der schon nach 1:17 Minuten mit 14:0 Punkten führte und Knittel dann auf beide Schultern zwang.


Zalik Sultanov (80 kg/FR) wollte mit aller Macht einen vorzeitigen Sieg des Deutschen Vizemeister Ergün Aydin verhindern und der WKG-Ringer schaffte es auch, Aydin holte mit einem 15:1 drei weitere Punkte auf das ohnehin schon prallgefüllte Gästekonto – und nicht die erwarteten vier. Auch der derzeit hervorragend aufgelegte Andreas Walter (75 kg/FR), der beim Titelverteidiger Burghausen selbst den Deutschen Meister Benjamin Sezgin mit 4:3 in die Schranken wies, hatte mit dem Plauener Eigengewächs Jonas Valtin wenig Mühe, der ebenfalls in der WKG-Reserve erfolgreich kämpft und sich bereit erklärte im Bundesligateam auszuhelfen. Nach 1:47 Minuten war der Kampf beim Stand von 16:0 beendet.


Über die komplette Kampfzeit ging es noch einmal im letzten Kampf des Abends zwischen Nils Buschner (75 kg/GR) und Michael Prill, dem Vorsitzenden des SV Siegfried Hallbergmoos. Prill punktete nach einer Passivitätsverwarnung an Buschner im Bodenkampf, in Runde zwei schoben sich beide Kämpfer über die Matte ohne technische Punkte zu erreichen, 5:0 für Prill, 27:8 der Endstand für die Gäste aus Hallbergmoos. Kampfrichterin Laura Ferdinand (ASV Boden) klärte anschließend Ringer aber auch Fans auf, warum sie dem etwas aktiver agierenden Michael Prill die geforderte Passivitätsverwarnung nicht geben konnte und kassierte dafür das Lob der Trainer für die insgesamt gute Kampfrichterleistung.

„Der Spannungsgehalt war spätestens beim Wiegen raus, schade für die WKG und die Zuschauer, dass solche Verletzungsprobleme entstanden sind“, tat es dem Vorsitzenden des SV Hallbergmoos fast schon leid, dass die WKG-Verantwortlichen mit einer derartigen Verletzungsmisere zu kämpfen haben, die vor der Saison nicht vorhersehbar war.

„Ich kann mir auch keine Ringer schnitzen, wir versuchen zumindest eine volle Mannschaft zu stellen, auch wenn die Gegner eigentlich in einer ganz anderen Liga kämpfen“, verweist WKG-Trainer Denny Schulz auf die derzeitigen Diskussionen um eine Wiedereinführung der 2. Bundesliga, die dem Ringen in Deutschland insgesamt fehlt. "In der Rückrunde werden wir jedoch mit einer anderen Mannschaft auf der Matte stehen, dann sind einige Verletzte wieder an Bord und die WM ist Geschichte, so dass wir auf alle ausländischen Sportler zurückgreifen können. Dann sollte man uns nicht unterschätzen." so Schulz weiter.

 

 

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