Kraftsportverein Pausa e. V.

Das Sachsenderby ging mit 22:9 Punkten an die Erzgebirger

Schon an der Waage war zu erkennen, dass die WKG Pausa/Plauen große Besetzungsprobleme hat. Nachdem neben den langzeitverletzten Maximilian Schwabe auch noch Schwergewichtler Kamil Skaskiewicz und Werner Schellenberg berufsbedingt ausfielen und auch Papiergewichtler Tamas Török ersetzt werden musste, waren die Weichen in Richtung Gesamterfolg für den FCE schon am Wiegegerät gestellt.

 

Die beiden Eigengewächse Gunnar Frisch (57 kg/GR) und Christian Bächer (130 kg/FR) können die beiden Neuzugänge mit internationalen Erfahrungen nicht ersetzen, stellten sich dennoch in den Dienst der Mannschaft und wurden von Mariusz Los im leichtesten und Mateusz Filipczak im schwersten Limit noch in der ersten Kampfrunde ausgepunktet.


Anders herum ging es beim Duell von Said Gadzimagomedov (61 kg/FR) der gegen Roy Gläser nach nur 1:16 Minuten insgesamt 16:0 Punkte gesammelt hatte und vom insgesamt gut agierenden Kampfrichter Rene Wenzel zum Überlegenheitssieger erklärt wurde.

 

Kevin Drehmann (98 kg/GR) hielt gegen den Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Deutschen Männermeisterschaften über lange Strecken des Kampfes gut mit und gab nur 4 Punkte ab, wurde dann jedoch bei einer Aktion im Bodenkampf kurz vor Schluss vom FCE-Ringer geschultert. Auch im letzten Kampf vor der Pause ging es nicht über die erste Runde hinaus. Der Ex-Pausaer Mate Krasznai (66 kg/GR) steht seit Saisonstart beim FCE unter Vertrag und kommt nach der Weltmeisterschaft von Budapest (HUN), wo er Platz 17 belegte, in Aue in seiner angestammten Gewichtsklasse zum Einsatz. Nach 2 Minuten hatte der Ungar seinen WKG-Kontrahenten Janik Rausch auf beide Schultern gedrückt. Mit 16:4 Punkten für die Gastgeber ging es in die Pause.

 

Weitaus spannender gestaltete sich das Geschehen in der zweiten Hälfte des Kampfabends. Im ersten Duell lieferten sich Zalik Sultanov (86 kg/FR) und der nach langer Verletzungspause wieder genesene FCE-Mittelgewichtler Franco Büttner einen spannenden Kampf, bei dem der WKG-Ringer am Ende mit 5:1 Punkten die Nase vorn hatte. Nachdem der Kampf in der Klasse bis 71 kg/FR nur hauchdünn zu Gunsten der WKG ausging und somit nur ein weiterer Mannschaftspunkt hinzukam, war das natürlich zu wenig, um den FCE-Gesamtsieg noch in Gefahr zu bringen, zudem die WKG Pausa/Plauen das Limit bis 80 kg/GR nicht besetzen konnte und dem Ex-Pausaer Francis Weinhold die 4 Mannschaftspunkte zum 7:20 kampflos überlassen musste.

 

Ein Ass hatte das WKG-Trainergespann Silvio Hoffmann und Denny Schulz mit dem WM-Dritten Gevorg Sahakyan noch im Ärmel. Der Armenier, der 2018 die polnische Staatsbürgerschaft erhielt und seitdem auch für das Nachbarland international erfolgreich auf die Matte tritt, lieferte sich mit dem Ungarn Krisztian Jäger in Diensten des FCE ein sehenswertes Duell, bei dem beide Ringer auf Augenhöhe kämpften, Sahakyan sich jedoch in Runde zwei mit seinem gefürchteten Ausheber aus dem Bodenkampf durchsetzte. 4:0 Wertungspunkte brachten zwei weitere Zähler für die WKG zum 9:20 vor dem letzten Duell des Abends. Auch hier wurde es noch einmal spannend, denn Kevin Lucht (75 kg/FR) für die WKG kämpfend und FCE-Weltergewichtler Brian Bliefner schenkten sich nichts. Erst am Ende hatte der Erzgebirger den längeren Atem und setzte mit einem 4:0-Punktsieg den Schlusspunkt hinter das Sachsenderby, das mit 22:9 an den FC Erzgebirge Aue ging.

 

„Wir hatten hier das ausgeglichenere und stärkere Team auf der Matte, schade, dass die WKG Pausa/Plauen so viele Ausfälle zu beklagen hat, mit voller Mannschaft wäre es bestimmt sehr knapp geworden“, so FCE-Trainer Björn Schöniger nach dem Kampf.

 

„Die Anzahl der beruflich- und verletzungsbedingten Ausfälle ist schon sehr hoch, dennoch stellen sich alle in den Dienst der Mannschaft und versuchen das Beste daraus zu machen“, pflichtet WKG-Trainer Silvio Hoffmann seinem Auer Kollegen bei, dass es mit Skaskiewicz, Török, Schwabe, Fouda, oder Schellenberg verdammt knapp geworden wäre.

 

Schon am kommenden Samstag steht in der Pausaer Schulturnhalle das brisante Vogtlandderby gegen den RSV Rotation Greiz auf dem Programm. Hier hofft das Trainerteam darauf, bis auf die langzeitverletzten alle Mann an Bord zu haben, um gegen den in der Rückrunde noch sieglosen Tabellendritten vllt. eine Überraschung landen zu können. Mit ausschlaggebend für einen möglichen Erfolg sollte dann auf beiden Seiten die taktische Aufstellung und speziell die Besetzung der Ausländerpositionen sein. Wird es diesmal zum Duell Gazimagomedov gegen Codreanu kommen? Werden die polnischen Spitzenringer Sahakyan und Karecinski aufeinander treffen? Am Samstag 19.30 Uhr ist Anpfiff, dann wird sich spätestens zeigen, wer richtig "gepokert" hat.

 

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