Kraftsportverein Pausa e. V.

Heimkampf gegen Aue nach Becherwurf abgebrochen

Pausa. Ein stimmungsvoller Kampfabend nahm am Samstag in der Pausaer Schulturnhalle ein abruptes Ende. Nach einem Becherwurf in Richtung des Kampfrichters brach Michael Günther (Artern) die Begegnung beim 13:7 für die Zweitligaringer der WKG Pausa/Plauen ab.

 

"Die Regeln dazu sind klar, wenn es eine Tätlichkeit gegen den Kampfrichter gibt, hat er den Kampf abzubrechen", so ein enttäuschter WKG-Trainer Silvio Hoffmann, der den Abbruch dennoch als überzogen ansah.

Was war geschehen? "Der Unmut der Zuschauer hatte sich schon im gesamten Kampfverlauf angestaut, es gab mehrere Entscheidungen, die für die Fans in beiden Lagern nicht mehr nachvollziehbar waren, und so schwappten die Emotionen beim Kampf von Felix Kästner gegen FCE-Mittelgewichtler Gabor Madarasi endgültig hoch", beschrieb Hoffmann die Situation, bei der das Geschehen eskalierte.

 

Madarasi schob das junge Eigengewächs des KSV Pausa in die rote Kampfzone, wobei sich Kästner mit einer Wurftechnik zu wehren versuchte. "Beide kommen auf dem Bauch auf und Felix Kästner hätte eigentlich den Punkt bekommen müssen, statt dessen vergab der Kampfrichter die Punkte an den Ungarn", sah auch Silvio Hoffmann die Situation komplett anders als Michael Günther. Auch die Zuschauer hätten diese Technik für Kästner gewertet und die Emotionen kochten hoch, denn zu diesem Zeitpunkt hatte der Tabellenletzte WKG Pausa/Plauen den Tabellenführer FCE Aue fest im Griff.

 

In einem vorgezogenen Duell wehrte sich der noch im Jugendbereich kämpfende Friedrich Fouda (75 kg/GR) gegen den ungarischen Spitzenringer Krisztian Jäger nach Kräften und gab nur acht Wertungspunkte und damit zwei Mannschaftszähler an den FCE Aue ab.

 

Der erst 14-jährige Chris Militzer (57 kg/GR) verlor das zweite Duell des Abends gegen den erfahrenen Kirk Reimer, doch dann bezwang Adam Filipczak (130 kg/FR) den 26 kg schwereren Nico Schmidt mit 6:0-Wertungspunkten und leitete den Sturmlauf der WKG Pausa/Plauen ein.

 

Adam Slowinski (61 kg/FR) holte anschließend gegen den ungarischen Auswahlringer David Borsos gar einen technischen Überlegenheitssieg. Schiedsrichter Günther stand erstmals in der Kritik, als Nikolay Bayryakov (98 kg/GR) den Ex-WKGer Bastian Kurz in 3:50 Minuten mit 16:1 vorzeitig bezwang. Bayryakov stürmte vorwärts, schob Kurz eins ums andere Mal von der Kampffläche, ohne das der FCE-Athlet eine Verwarnung erhielt.

Als auch Werner Schellenberg (66 kg/GR) den Fünften der Europameisterschaft von 2009, Jan Hocko, knapp bezwingen konnte, hatten sich die WKG-Ringer eine 11:6-Führung erkämpft.

 

Laut wurde es auch beim Duell von Stefan Bonev (86 kg/FR) gegen Willi Wendel, in dem es einige Entscheidungen gab, die aus Sicht von WKG-Trainer Hoffmann nicht nachvollziehbar- und zudem kampfentscheidend waren, denn mit dem 8:6-Arbeitssieg erhielt der Bulgare letztendlich nur einen Mannschaftspunkt gutgeschrieben. Robert Rogalewicz (66 kg/FR) wiederholte seinen knappen Punkterfolg aus dem Hinkampf, erneut zwang er Philipp Herog mit 4:2-Wertungspunkten in die Schranken, was der WKG einen weiteren Mannschaftszähler einbrachte. "Wenn jetzt Felix nur einen Zähler abgibt, dann gewinnen wir die Begegnung gegen den Tabellenführer", spürte Silvio Hoffmann regelrecht, wie sich die kleine Schulturnhalle von Pausa in ein Tollhaus verwandelte, denn dass man den Tabellenführer trotz Einsatz dreier jugendlicher Eigengewächse bezwingen könnte, damit hatte Keiner gerechnet.

"Leider verlor der Kampfrichter nun endgültig seine Linie, was zum bereits erwähnten Becherwurf führte und den Frust der Fans bei klaren Fehlentscheidungen kann man dann doch auch nachvollziehen", will der Vorsitzende des KSV Pausa Ulrich Leithold den Becherwurf nicht gutheißen, hat jedoch auch Verständnis für den Ärger der Fans.

Die Zuschauer, aber auch die Ringer, Trainer und Funktionäre beruhigten sich schnell wieder, nicht jedoch der Kampfrichter, der die Begegnung abbrach.

 

Die Trainer sowie die Fans in beiden Lagern waren sich einig und hätten den Kampf gerne weiter gesehen. Doch Kampfrichter Günther zeigte nicht das nötige Fingerspitzengefühl und blieb beim Abbruch, was sicherlich dem Regelwerk entsprach, jedoch in dieser Situation unnötig war.

 

Da die direkten Kontrahenten der WKG Pausa/Plauen im Kampf auf den hinteren Tabellenrängen ihre Begegnungen gewannen, stürzten die Vogtländer erneut auf den letzten Tabellenplatz ab.

 

"Mit einem Sieg, der durchaus im Bereich des Möglichen war, hätten wir am Tabellenende alles offen halten können", ärgerte sich der Vorsitzende des KSV Pausa Ulrich Leithold, der nun auf das Urteil des DRB-Sportgerichtes warten muss, dass noch in dieser Woche gefällt wird.

 

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