Kraftsportverein Pausa e. V.

Absage Regionalliga Mitteldeutschland

Berlin – Die Regionalliga Mitteldeutschland wurde coronabedingt nach dem 2. Kampftag wieder abgebrochen. Diesen Entschluss fassten die fünf Präsidenten der Landesorganisationen Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt Brandenburg und Berlin, die in der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland vereinigt sind, am vergangenen Mittwoch, gemeinsam mit Vertretern der drei verbliebenen Vereine.

 

Bereits vor dem Saisonstart mussten der RC Germania Potsdam, die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt und der KFC Leipzig die Segel streichen, weil zum damaligen Zeitpunkt die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in diesen Vereinen nicht zumutbar umzusetzen waren. Es verblieben mit Vorjahres-Vizemeister WKG Pausa/Plauen, dem Deutschen Mannschaftsmeister von 2006 1. Luckenwalder SC, sowie dem RSK Gelenau, RV Thalheim und dem SV Luftfahrt Berlin nur fünf Mannschaften, die dann auch die Kämpfe aufnahmen.

 

Am 2. Kampftag vermeldete der 1. Luckenwalder SC zwei positive Coronafälle, bei denen nun Kontaktpersonen geprüft und notfalls in Quarantäne geschickt werden müssen. Da auch der SV Luftfahrt Ringen einen weiteren Corona-Verdachtsfall vermeldete, stand der Hauptstadtklub für weitere Kämpfe nicht mehr zur Verfügung, teilte der Berliner Landeschef Sascha Förster seinen Kollegen mit. In Folge dessen wurde eine Video-Konferenz der fünf Landespräsidenten einberufen, in deren Verlauf auch die drei verbliebenen Vereine aus Pausa, Gelenau und Thalheim einbezogen wurden. Da der Erzgebirgskreis, aber auch das Vogtland nunmehr als Risikogebiete zählen, greifen verstärkte Hygienemaßnahmen und die verschärfte sächsische Corona-Schutzverordnung. Diese hat eine weitere Reduzierung von zugelassenen Zuschauern zur Folge, so dass auch diese Vereine keine andere Möglichkeit sahen, als die weiteren Kämpfe abzusagen.

 

"Hier spielt die Verantwortung gegenüber den Ringern, Trainern, aber auch den Funktionären, sowie den Fans und Sponsoren eine wichtige Rolle, aber es kommen auch immer mehr wirtschaftliche Aspekte ins Spiel, wenn nur noch 100 Leute, einschließlich Ringer, Betreuer und Helfer in die Hallen dürfen", beschreibt der Ligenverantwortliche Henning Tröger die derzeitige Situation. "Da bliebt es bei gerade einmal 30 bis 40 Zuschauern und das zwingt die Vereine finanziell in die Knie", so der Vorsitzende des KSV Pausa Ulrich Leithold, der in der Wettkampfgemeinschaft mit dem ASV Plauen federführend ist, zur derzeitigen Situation.

 

Beim Heimkampf am vergangenen Samstag hatte die WKG Pausa/Plauen gegen den RSK Gelenau 20 Ordner aufgeboten, die für die Einhaltung der Maskenpflicht sorgten, aber auch auf die vorgeschriebenen Laufwege verwiesen. Der Imbiß wurde ganz nach außen verlegt, "… wir haben alles Mögliche getan, um die strengen Hygienemaßnahmen einzuhalten, die wir uns mit einem achtseitigem Anschreiben an das Landratsamt selbst auferlegt haben", beschreibt Leithold den riesigen Aufwand, den die WKG-Verantwortlichen betrieben haben.

 

Doch dieser Kraftakt ist nicht mehr zu stemmen, wenn die Hygienemaßnahmen verschärft werden und damit kaum noch Zuschauer in die Halle dürfen. "Wir müssen jetzt an die Existenz der Vereine denken. Die Aufrechterhaltung des Trainings- und Vereinsbetriebes für die Mitglieder der Ringervereine hat jetzt oberste Priorität. Hier warten weitere Herausforderungen im Umgang mit lokalen Behörden. Der Trainingsbetrieb ist für viele der letzte verbliebene soziale Kitt in Zeiten der Einschränkungen," so der Vizepräsident des RV Sachsens Sören Ullrich, der damit den Nagel auch für die Teams aus dem Erzgebirge auf den Kopf traf.

 

Auch eine Verschiebung um vier Wochen kam für den RSK Gelenau, RV Thalheim und die WKG Pausa/Plauen nicht in Frage. Dies wäre gleich lautend einer Verschiebung der gesamten Probleme bis kurz vor Weihnachten, so der O-Ton aus Gelenau und Thalheim.

 

Damit werden wohl erst wieder die Einzelmeisterschaften im Januar/Februar für die Ringer Möglichkeiten bieten, in den einzelnen Altersklassen unter Wettkampfbedingungen zu kämpfen.

 

Wie es in der Landesliga Sachsen und der Jugendliga weiter geht, darüber entscheiden die Vereine in den nächsten Tagen, doch das liegt dann eher auf dem sächsischen Tisch und nicht mehr auf dem der Zweckgemeinschaft Mitteldeutschland.

 

gez.
Sascha Förster
Geschäftsführer der ZGMD

Henning Tröger
GBL Mannschaft

Jörg Richter
Öffentlichkeitsarbeit

>>> Pressemitteilung vom 22.10.2020 (pdf) <<<

 

 

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