Kraftsportverein Pausa e. V.

Chris Militzer – Hans Dampf in allen Gewichtsklassen

Pausa – Die Organisatoren der WKG Pausa/Plauen sind stolz, denn das Regionalligateam sicherte sich nach langer Durststrecke die Bronzemedaille, kämpfte mit den vor ihnen liegenden Teams der WKG Gelenau/Markneukirchen II und dem AC Werdau auf Augenhöhe, während die 2. Mannschaft in der neu gegründeten Landesliga Sachsen den Staffelsieg holte.

 

Bei alle den Erfolgen spielen die Eigengewächse des KSV Pausa eine wichtige Rolle, denn sie wuchsen in den letzten Jahren zu tragenden Säulen im Mannschaftsbereich, wobei die 2. Mannschaft gleich 17 junge Ringer aus der eigenen Talentschmiede am Start hatte, die von Trainern betreut wurden, die ebenfalls gerade dem Nachwuchsbereich entsprungen sind.

 

Das die Eigengewächse des KSV Pausa flexibel sind zeigt das Beispiel Chris Militzer, der im vergangenen Wettkampfjahr die Deutschen Meisterschaften im Limit bis 71 Kilo bestritt, in den Mannschaftskämpfen die Gewichtsklassen 75, 80 Kilo bis hin zum schwersten Limit bis 110 Kilo besetzte. "Er kämpft dort, wo er gebraucht wird", weiß Trainer Kevin Drehmann, dass Chris Militzer nicht nur in mehreren Kategorien einsetzbar ist, sondern auch im ungewohnten Freistil auf die Matte geht, wenn es sein muss.

 

Die Presse sprach mit dem ‚Allrounder' nach dem letzten Saisonkampf, als die WKG-Ringer von der Präsidentin des Ringer- Verbandes Sachsen Christine Menzel die Medaillen überreicht bekamen.

 


Wie bist du zum Ringen gekommen?

Chris Militzer: "Schulkameraden haben mich mit zum Training genommen, mir hat es gefallen und mein Vater, der in seiner Jugend auch gerungen hat, war einverstanden. Meine Eltern haben mich auf dem weiteren Weg sehr unterstützt, sind oft mit zu Wettkämpfen gefahren. Dazu kam, dass der heutige stellvertretende KSV-Vorsitzende Andreas Seidel uns als Lehrer Grundtechniken aus dem Ringen im Unterricht näher gebracht hat".

 

Der Weg führte dich als erfolgreichen Nachwuchsathleten an die Sportschule, wie kam es dazu?

Chris Militzer: "Wir hatten mit Maximilian Schwabe und Felix Kästner Ringer an den Sportschulen, zu denen wir schon aufgesehen haben. Ich bin dann über die Sportschule Chemnitz nach Frankfurt(O.) an das dortige Bundes-Leistungszentrum gekommen, wo damals auch Felix Kästner trainierte. Nach der 10. Klasse bin ich dann im Abi noch einmal drei Jahre an den Stützpunkt nach Leipzig gewechselt".

 

Du hast bei Einzelwettkämpfen immer für den KSV Pausa gerungen, hast im Mannschaftsringen aber auch einmal die Ringerstiefel für Potsdam geschnürt?

Chris Militzer: "Meinen Einstand habe ich mit 14 Jahren in der 2. Bundesliga in Pausa gegeben. Doch als ich das leichteste Limit nicht mehr halten konnte, war das Niveau in höheren Gewichtsklassen einfach zu hoch, daher bin ich nach Potsdam gewechselt, wo mein sportlicher Anspruch besser passte. Da bin ich 5 Jahre geblieben und dann hat es mich wieder in die Heimat verschlagen".

 

Zurück in die nun vergangene Saison, wie geht das eigentlich, angefangen vom Limit bis 71 Kilo und den letzten Saisonkampf in der schwersten Kategorie bis 110 Kilo zu kämpfen?

Chris Militzer: "Ich habe einfach mal meine Ernährung angepasst, das Training auf die Gewichtsreduzierung bis ins 71-Limit abgestimmt, da hat es zur Deutschen Meisterschaft gepasst. In der Mannschaft habe ich die Gewichtsklassen 75 und 80 besetzt und am letzten Kampftag wurde ich gefragt, ob sie mich in der 2. Mannschaft im Schwergewicht einsetzen könnten und da habe ich mich in den Dienst der Mannschaft gestellt".

 

Und das mit Erfolg, aber ist das nicht auch gefährlich, denn der Gegner hatte 30 Kilo mehr auf den Rippen?

Chris Militzer: "Ja … dabei ist mir gar ein Wurf gelungen, aber bei einem solchen Gewichtsunterschied spielt meine Erfahrung schon eine große Rolle"!

 

Bronze für die Regionalligamannschaft, Gold für die 2. Mannschaft, war das zu erwarten?

Chris Militzer: "Eine Medaille war für das Regionalligateam das Saisonziel und dann lief es in der Hinrunde überaus gut und mit den vier Polen hatten wir schon eine starke Mannschaft, die an der Spitze mitringen konnte. Für die 2. Mannschaft war der Staffelsieg in der neu gegründeten Landesliga natürlich ein schöner Erfolg. Nachdem Plauen das Oberligateam zurückgezogen hatte, haben wir aus eigener Kraft die Mannschaft in der Landesliga gestellt".

 

Du bist mit 25 Jahren im besten Ringeralter, die nachrückenden Pausaer kommen gerade aus dem Jugend- und Juniorenbereich, wie ist das Verhältnis in der Mannschaft?

Chris Militzer: "Das passt alles hervorragend, wir sind da wohl das einzige Team in der Staffel mit so vielen eigenen Ringern, das gibt es höherklassig wohl auch nicht in dieser Masse. Der Zusammenhalt ist groß und auch die vier polnischen Ringer haben sich gut eingewöhnt, ringen nun schon einige Jahre in Pausa, Eryk Maj gehört gefühlt zum Inventar des KSV".

 

Beruflich bist du Polizist?

Chris Militzer: "Ja, nachdem meine Eltern in den Spreewald gezogen sind, habe ich mich in Berlin um eine Stelle beworben, von da aus habe ich in beide Richtungen in den Spreewald und ins Vogtland enge Kontakte, es passt alles".

 

Das Gespräch führte Jörg Richter

 

 

 

 

 

 

 

 

Chris Militzer im Einsatz für die WKG Pausa / Plauen (Fotos: K. Wagner)

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