Kraftsportverein Pausa e. V.

Feuerprobe vor heimischem Publikum
mit 'sehr gut' bestanden

Pausa – Die WKG Pausa/Plauen nutzte am 3. Kampftag der neuen Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland ihren Heimvorteil zu einem klaren Erfolg. Die WKG trat erstmals in dieser Saison vor heimischer Kulisse an und sorgte mit einem klaren 20:9-Kantersieg über den Vorjahreszweiten AC Werdau für riesen Stimmung unter den 350 Zuschauern in der Erdachsen-Arena.

 

Held des Abends war Tobias Knittel (66 kg/GR), der nach seinem einjährigen Gastspiel beim AC Werdau, gegen eben diesen Kontrahenten seinen insgesamt zweiten Sieg in der noch jungen Saison einfuhr. Das Pausaer Eigengewächs wies Islam Saidov in einem aktionsreichen Duell mit 28:17 Punkten in die Schranken und holte unter dem Jubel der Fans drei Mannschaftspunkte für die WKG.

 

'Klare Siege erkämpfen und Niederlagen möglichst knapp abgeben', so die Vorgabe des Trainergespanns Kevin Drehmann und Dirk Wagner, woran sich ihre Athleten von Beginn an hielten. Noorollah Ahmadi (61 kg/FR) startete den Punktereigen der WKG-Mannschaft mit einem Schultersieg über Werdau's Illarion Altenburg. Es war übrigens der dritte Sieg des Berliners in den Reihen der WKG im dritten Duell der noch jungen Saison.

 

Nach einer 1:3-Niederlage von Artsiom Shumski (130 kg/GR) gegen seinen Landsmann Tomasz Wawrzynczyk war es Tobias Knittel, der sich wie beschrieben gegen Islam Saidov durchsetzte. Michal Bielawski (98 kg/FR) bezwang in einem von Taktik geprägtem Kampf Ilja Matuhin mit 4:2 Zählern, was sich zu diesem Zeitpunkt als überaus wichtig erweisen sollte, denn Andrej Zugrav (71 kg/FR) trat mit Übergewicht auf die Waage und gab damit vier Mannschaftspunkte an Werdaus Mark Lenser ab. Nach fünf von zehn Duellen stand es 8:5 für die Gastgeber.

 

In der zweiten Hälfte des Kampfabends erhöhten Sebastian Wagner (75 kg/GR) und Hannes Thiesler (80 kg/FR) mit vorzeitigen Siegen den Vorsprung auf 16:9. Doch zunächst machte der ins höhere Mittelgewicht aufgerückte Sid Wetzel (86 kg/GR) gegen den polnischen Auswahlringer Sebastian Jezierzanski einen starken Kampf, wehrte sich jedoch beim 5:9 mit starker kämpferischer Leistung und gab damit nur zwei Mannschaftspunkte ab.

 

Sebastian Wagner punktete seinen Gegner Maximilian Fleck mit 15:0 Zählern aus und auch Hannes Thiesler ließ beim 20:4-Überlegenheitserfolg gegen Sean Knauerhase nichts anbrennen. Eryk Maj (75 kg/FR) machte den Sack mit vier Mannschaftspunkten endgültig zu, wobei er die Zähler kampflos zugesprochen bekam, da Werdau in diesem Limit keinen Gegner stellte.

 

Max Schmalfuß (80 kg/GR) hatte gegen den tschechischen Auswahlringer Michal Nowak einen schweren Stand, er unterlag mit 5:9 Zählern. Doch nach einigen Disskussionen über unterschiedliche Sichtweisen zur Punktvergabe von Kampfrichter Michel Breidel, stürzten sich Trainer und Athleten der WKG Pausa/Plauen in den Jubel über den Heimsieg vor großer, eigener Kulisse.

 

Das Lob des WKG-Trainergespanns Kevin Drehmann / Dirk Wagner galt nicht nur den Siegern der Mannschaft: "… hier muss auch Max Schmalfuß genannt werden, der dem tschechischen Spitzenringer Michal Nowak einen starken Kampf lieferte, bei dem der Kampfrichter aus unserer Sicht bei einigen Entscheidungen etwas daneben lag".

 

Insgesamt ging das Ergebnis für die beiden Trainer, aber auch für die Zuschauer in Ordnung, wenngleich der Sieg etwas hoch ausfiel, was jedoch laut Trainer Kevin Drehmann dem Kampfgeist seiner Ringer geschuldet war.

 

Vor dem Regionalligaduell trafen sich schon traditionell die Alten Pausaer Athleten. Insgesamt waren es 46 ehemalige Ringerrecken, die in die Erdachsen-Arena einmarschierten, um zu sehen, wie jüngere Generationen ihre Arbeit in und um den Verein erfolgreich weiterführen. "Wie in der Männermannschaft, wo vermehrt junge Eigengewächse den Staffelstab übernehmen, so gibt es derzeit auch bei den Alten Athleten einen Generationswechsel, denn viele ehemalige Ringer aus den mittleren Jahrgängen bis zum Rentenstart rücken in die reihen der Alten Athleten und setzen fort, was Klaus Wappler, Horst Steinert, oder Hans Spatschke einst begannen und bis heute unter Karlheinz Scheffler und nun Andreas Schwabe fortgesetzt wurde", ist der KSV-Vorsitzende Ulrich Leithold stolz auf das Vereinsleben, dass auch mit den älteren, aber noch sehr rüstigen Generationen fortgesetzt wird.

 

Am kommenden Samstag kommt es zum Vogtland-Derby zwischen der WKG Markneukirchen/Gelenau und der WKG Pausa/Plauen. Der erste Saisonheimkampf in der Markneukirchner Schrott-Stark-Arena ist in das traditionelle Knoblauchfest des AV Germania eingebunden, daher erfolgt der Anpfiff bereits um 18 Uhr.

 

Jörg Richter

 

 

 

 

 

 

 

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